Wüstenblume

Regina G. ; 9. Klasse der Realschule Gummersbach-Hepel

Der Film „Wüstenblume“ erzählt die Geschichte von Waris Dirie, einem erfolgreichen nomadischen Topmodel, das als kleines Kind beschnitten wurde. Als sie mit 14 mit einem 60 Jährigen Mann verheiratet werden sollte, floh sie durch die Wüste nach Mogadischu. Dort lebte sie ein Jahr lang, dann flog sie nach London, wo sie fünf Jahre in einer nomadischen Botschaft putzte. Als die Botschaft aufgelöst wurde, musste sie sich auf den Londoner Straßen durchschlagen.
Der Name Waris heißt auf Deutsch übersetzt Wüstenblume, daher ist Wüstenblume auch der Titel des Filmes.

Die Szenen spielen sich hauptsächlich in der somalischen Wüste, Mogadischu und London ab. Ein kleiner Ausschnitt wurde auch in New York gedreht.
Der Film ist im Allgemeinem sehr interessant, aber es wurden zu viele Gewaltszenen gezeigt und verdeutlicht.

Der Inhalt des Filmes ist gut zu verstehen, da die Schauspieler eine hervorragende Leistung gebracht haben, so dass man sich in verschiedenen Situationen gut in die Personen hineinversetzen kann.

Die Geschichte von Waris Dirie entspricht nicht der Erlebniswelt von Kindern und Jugendlichen. Der Film sollte vor allem von Kindern nicht gesehen werden, da viele Gewaltszenen zur Schau kommen.
Die Erzählung macht vor allem jungen Frauen Mut, nicht aufzugeben, wenn ihnen etwas misslingt, sondern an ihren Träumen festzuhalten. Auch wenn man sich im Entferntesten nicht vorstellen kann, was für Schmerzen Waris Dirie wirklich verkraften musste, wird sie von allen Frauen bewundert und viele wünschen sich, auch so stark zu sein wie sie es ist.
Im Film lernt man viel über die Religion und Sitten im nomadischen Volk kennen.
„Wüstenblume“ ist sehr interessant, auf seine Art und Weise lustig, aber auch traurig. Waris musste sich in ihrem Leben vielen Herausforderungen stellen: Die Schmerzen verkraften, die ihr als Kind zugefügt worden sind, das Überleben in der Wüste, die neue Kultur und das Leben in London mit einer ihr völlig fremden Sprache.

Filmtechnische Aspekte
Der Film an sich ist nicht spannend gemacht, aber trotzdem sehenswürdig.
Die Schauspieler haben eine tolle Leistung gezeigt, besonders Sally Hawkins, die die Rolle von Waris Freundin spielt, hat die tollpatschige und quirlige Art von Marylyn Monroe sehr gut rüber gebracht.

Die somalische Wüste ist sehr eindrucksvoll und einer der besten Drehorte für den Film. Der Unterschied von der Wüste zur Hauptstadt Englands wird im Film sehr deutlich dargestellt. Die somalische Wüste ist ruhig, friedlich und schön. London ist hektisch, grau und unfreundlich.
Die Filmmusik ist eher im Hintergrund und doch hat es eine besondere Auswirkung darauf, wie die Szenen auf uns wirken. Die Musik ist leise und traurig.

von NRW 2011 Redaktion SchulKinoWochen am 17.03.2011, Format: Film

Fazit

Der Film „Wüstenblume“ erzählt eine wahre Begebenheit, die uns nicht kalt lassen sollte. Es zeigt eine für uns unbekannte Welt, eine Leben in Armut und Gewalt, das uns zu denken geben sollte.

Weitere Informationen

  • Deutschland, Grossbritannien, Österreich 2009
  • Drama
  • Regisseur/in: Sherry Horman
  • Darsteller/innen: Liya Kebede, Sally Hawkins, Timothy Spall, Juliet Stevenson, Craig Parkinson, Anthony Mackie, Meera Syal, Soraya Omar-Scego
  • FSK: ab 12 Jahren
  • Länge: 129 min.

Gesamtwertung

Gastkritik

Schreib uns deine Meinung zu Filmen oder Büchern, Spielen oder TV - Sendungen, Online - Angeboten oder Hörspielen. Unser Formular für Gastkritiken hilft dir dabei.

Weiterlesen …

Kritikertipps

Ob ihr neu in einer Redaktion mitarbeitet, schon viele Jahre regelmäßig Beiträge für spinxx.de liefert oder ob ihr euch als GastkritikerIn ausprobieren möchtet: Die „Kritikertipps“ bieten euch Infos, Anregungen und Hilfsmittel für jede Lebenslage.

Weiterlesen …

Alle Kritiken

Hier findest du alle spinxx.de Kritiken in einer Übersicht und kannst nach Titeln suchen.

Weiterlesen …

Kontakt

● ● ●

 

Du willst mitmachen und noch mehr über spinxx erfahren?

Dann schreib uns einfach an!