Ist Malala für den Unterricht geeignet?
Jeder Mensch hat ein Recht auf Bildung. Aber nicht alle kämpfen, um von diesem Recht Gebrauch machen zu dürfen
Der Film „Malala“ zeigt die Lebensgeschichte der heute 18-jährigen Malala Yousafzai, die sich für das Recht auf Schulbildung in Pakistan einsetzt, als dieses ihr von den Taliban verwehrt wird.
Den Taliban gefällt dies nicht. Sie fühlen sich bedroht. Bedroht von einem Mädchen. Schließlich greifen die Taliban den Schulbus an, in dem Malala sitzt. Sie fragen: „Wer von euch ist Malala?“. Sie schießen ihr in den Kopf und verletzen zwei weitere Freunde von Malala. Sie wird sofort nach Großbritannien gebracht, wo die medizinische Versorgung etwas besser ist. Wie durch ein Wunder überlebt sie und leidet lediglich unter geringen Folgen der Verletzungen. Nun ist sie ein Idol für alle Frauen, die für Bildung kämpfen.
Der Film stellt gut nachvollziehbar dar, wie der Alltag unter der Herrschaft der Taliban aussieht. Er berichtet in Form von Interviews, Berichten und Comiceinschüben. Mit originalen Aufnahmen und Geräuschen beeindruckt er sein Publikum. Der Film hat viele lehrreiche Wahrheiten, die oftmals durch Malala selbst ausgesprochen werden.
Der Film will sich durch seine Art deutlich von anderen Kinofilmen abgrenzen. Der Film verdankt seine besondere Atmosphäre nicht wie andere den spektakulären Effekten und einer darstellerischen Top-Besetzung, sondern der Besonderheit, dass er ein Portrait ist. Nur durch seine Echtheit wirkt er authentisch. Gerade deshalb kann er überzeugen.
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, Gastkritik
vom 10.02.2016, Format: Film