Die fetten Jahre sind vorbei

Wenn man merkt das die Güter der Welt total ungerecht verteilt sind, kann man entweder den Kopf in den Sand stecken und so tun, als ob man nichts sehen würde. Oder man tut etwas dagegen, zu der Sorte von Mensch gehören Jan und Peter. Doch ob Einbruch wirklich die richtige Lösung ist? Für die Zwei scheint es die zu sein: Nachts steigen Jan und Peter in fremde Villen ein, nicht etwa um zu klauen, sondern um lediglich die Möbel zu verrücken, damit sich die Reichen nicht allzu sicher fühlen in ihren Domizil. Wenn die Besitzer dann wieder kommen, erwartet sie in den Chaos ein Zettel mit der Botschaft "Die fetten Jahre sind vorbei" oder "Sie haben zu viel Geld". Doch dann bricht Jan mit Peters Freundin Jule in die Villa eines Managers ein und diesmal geht es dabei mehr um Rache als um Rebellion. Prompt zahlt sich das heim - die zwei werden von dem Hausbesitzer überrascht. Und so werden sie plötzlich ungewollt zu Entführern. Was ansich schon genug Probleme mit sich bringt, müssen sich Jan und Jule dann zusätzlich auch noch ineinader verlieben?

Eine echt originelle Geschichte, doch an die dokumentarische Verfilmung muss man sich erst gewöhnen. Ich finde eine klassische Verfilmung hätte denn Film sehenswerter gemacht. So ist der Anfang des Filmes eher öde und langweilig als spannend und unterhaltsam. Doch das Ende verspricht mehr. Es ist echt spannend mit anzusehen wie sich Opfer und Entführer langsam miteinander anfreunden und anfangen den Anderen zumindest ansatzweise zu verstehen oder zumindest zu respektieren. Ich finde jedoch, das man mit diesen Schauspielern (Daniel Brühl und Julia Jentsch) einen weitaus besseren Film hätte machen können.

von Redaktion Köln 1 am 06.03.2006, Format: Film

Fazit

Spannende und witzige Geschichte doch der leicht dokumentarische Stil der Verfilmung ist gewöhnungsbedürftig.

Weitere Informationen

  • Deutschland/Österreich 2004
  • Drama/Komödie
  • Regisseur/in: Hans Weingartner
  • Darsteller/innen: Jan: Daniel Brühl; Jule: Julia Jentsch; Peter: Stipe Erceg; Hardenberg: Burghart Klaußner
  • FSK: ab 12 Jahren
  • Länge: 129 min.

Gesamtwertung

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