Das Leben ist schön

Es ist im Jahr 1939 als sich in einer kleinen Stadt in der Toskana der romantische Jude Guido in die junge Lehrerin Dora verliebt.

Mit seinem Witz und Charme umgarnt er die hübsche Dora und gewinnt so schnell ihr Herz. So rettet Guido sie vor ihrer unfreiwilligen Hochzeit mit ihrem Verlobten und entführt sie.
Fünf Jahre später sind Dora und Guido glücklich verheiratet und haben einen kleinen Sohn namens Giosuè der inmitten des neu aufkeimenden Faschismuses und Antisemitismuses aufwachsen muss.
Als Guido und sein Sohn mit den anderen Juden in ein Konzentrationslager deportiert werden sollen, will sich Dora ihnen um jeden Preis anschließen obwohl sie nicht jüdischer Abstammung ist. 
Als Guido mit seiner Familie in dem Lager ankommt, ist ihm immer noch nicht ganz klar was auf ihn zukommt. Doch um seinem Sohn das Leben unter diesen Umständen so leicht wie möglich zu machen lässt er es so aussehen, als wäre all das ein einziges Spiel an dessen Ende ein Panzer als Hauptgewinn lockt.
So macht er dem Jungen weis, dass seine Mutter nicht bei ihnen ist weil sie zu einer anderen Mannschaft gehört. Deshalb muss er sich auch verstecken, sonst könnten ja Punkte verloren gehen. Und die Männer, die immer so laut schreien, gehören auch zu den gegnerischen Mannschaften.
Doch das Leben im Lager wird immer gefährlicher. Immer mehr Menschen verschwinden in den Gaskammern und auch Guido muss sich um seinen Sohn Sorgen machen.

Der Regisseur und mit dem Oscar ausgezeichneten Schauspieler Roberto Benigni schafft mit seiner sechsten Regiearbeit ein Kunststück. Hier wird bissige Kritik mit charmantem Witz verbunden und ein ernstes Thema wird unglaublich gut umgesetzt.
Mit dem Regisseur selbst in der Hauptrolle und Nicoletta Bratschi als Dora sticht der Film besonders durch die hervoragenden schauspielerischen Leistungen hervor.
Auch wenn die Geschichte zwischendurch an Authentizität verliert überzeugt sie fast bis zum Schluss. Das Ende hingegen ist viel zu unrealistisch, im Gegensatz zu dem sonst so realistischen Film, und gewinnt dem Film einige Sympathiepunkte ab.

von Redaktion Köln 1 am 02.05.2008, Format: Film

Fazit

Roberto Benigni ist auf so geniale Art und Weise an den Film herangegangen, dass es niemanden interessiert wie unlogisch und harsch er zuweilen ist. Bewundernswert ist alleine schon, dass es sich jemand gewagt hat auf diese zum einen ironische aber auch kritische Art und Weise an dieses Thema heranzugehen.

Weitere Informationen

  • Italien 1997
  • Drama / Komödie
  • Regisseur/in: Roberto Benigni
  • Darsteller/innen: Roberto Benigni, Nicoletta Braschi, Giorgio Cantarini
  • FSK: ab 6 Jahren
  • Länge: 124 min.

Gesamtwertung

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