Coach Carter

Ein Film von MTV? Mit Samuel L. Jackson? Ein Basketballfilm? Kann das gut gehen? Ja, das vorne weg, es kann gut gehen! Aber erst mal die Story.
Carter ist ein ExBasketballspieler seiner Highschool, und dort hält er bis heute alle Rekorde in seiner Lieblingssportart. Inzwischen führt er einen erfolgreichen Sportladen und ist verheiratet. Leider ist sein Wohnort ein – vornehm ausgedrückt – sozialer Brennpunkt (wie der Wiener Platz in Köln, nur schlimmer). Die Basketballspieler seiner in dieser Gegend beheimateten ehemaligen Highschool sind auch grundsätzlich talentierte, sportliche Spieler, leider sind es – auch wieder vornehm ausgedrückt – ziemliche Assis. Die meisten schwänzen die Schule, beleidigen sich gegenseitig, und Disziplin kennen die wenigsten. Davon hat der in die Jahre gekommene Coach des Basketballteams auch genug und bittet Carter deshalb darum ihm den Posten abzunehmen. Dieser nimmt auch an und macht sich daran den Haufen zu trainieren. Besagter Haufen ist von den Methoden des neuen Coachs aber gar nicht begeistert: Sich mit „Sir“ anreden? Nicht zu spät kommen? Was früher noch zum guten Ton gehörte wird jetzt verpönt. Und wer nicht spurt, der darf nicht spielen. So einfach ist das. Doch nachdem die ersten Erfolge kommen sind alle vom neuen Coach begeistert, bis… Naja, ist eben nur ne Kritik, wer mehr wissen will geht ins Kino.^^

Den Film kann man grob in zwei Teile zerlegen: Dialogszenen und Basketballspiele. Sind die Dialoge noch relativ unspektakulär, sind es die Sportszenen dafür um so mehr. Coole Kombinationen aus Sound, Kamerawinkel und Spielzügen drücken dich in den Sessel. Was hier allerdings unangenehm auffällt ist das ausnahmslos jedes Spiel in den letzten Sekunden von Carters Team gekippt wird. Nicht das Schlimmste aber doch merkwürdig. Ganz und gar nicht merkwürdig sind hingegen die (Schau)spieler. Auf dem Platz wie auch sonst liefern sie gute Arbeit und können mit ihrem „Gangsta-Getue“ (neue Wortschöpfung meinerseits) durchaus überzeugen. Das Samuel L. Jackson den unbekannten Gesichtern schauspielerisch überlegen ist, wundert wahrscheinlich keinen. Was man noch zu diesem Film sagen könnte ist das er ziemlich lang ist – für einen Sportfilm. Egal, er wird nämlich nie langweilig.

Ich kann diesen Film jedem empfehlen der entweder: Basketball mag, „Gangsta-Getue“ mag, soziale Brennpunkte mag oder gute Filme mit Samuel L. Jackson mag.

Dunkt herzlich: Florian, 14

von Redaktion Köln 1 am 20.06.2005, Format: Film

Fazit

Guter, und im Moment einziger Sportfilm.

Weitere Informationen

  • USA 2005
  • Sportfilm
  • Regisseur/in: Thomas Carter
  • Darsteller/innen: Samuel L. Jackson
  • FSK: ab 6 Jahren
  • Länge: 136 min.

Gesamtwertung

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